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67724       Formenbau
Gundersweiler      
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Anfahrt       Unter Formenbau versteht man den Weg vom modellierten Tonmodell bis
hin zum fertigen Gips, bzw. Zementabguss.

Ab einer gewissen Größe ist es beim Modellieren notwendig, eine
Armierung, d. h. ein Stützgerüst aus Metall zu verwenden, damit die
Tonmasse nicht in sich zusammensackt. Modelliert man in dieser Technik,
ist es nötig, das Modell abzuformen, da man den Ton mit Armierung nicht
brennen kann. Er würde explodieren.

Es gibt zwei verschiedene Arten des Formenbaus:

Die "verlorene" Form:
Ziel: einmaliges Gießen des Modells in Gips oder Zement.
Hierfür wird zunächst eine "Negativform" aus zwei oder mehreren
Gipsstückformen um das Tonmodell herumgebaut. Die Formen werden
auseinander genommen, der Ton entfernt und die Formteile gereinigt. Nun
werden die einzelnen Teile "gesperrt", d.h. sie werden so behandelt, daß
sich das Material der Negativform nicht mit dem Abguss verbinden kann. Als
nächstes werden die einzelnen Formteile mit Gips oder Zement ausgeformt
und das gesamte Stück wird wieder zusammengesetzt und an den Nähten
verbunden. Jetzt darf ausgepackt werden: die gesamte Negativform wird
abgeklopft, bis das ursprüngliche Tonmodell nun in Gips oder Zement
wieder zum Vorschein kommt. Die Form ist "verloren", d.h. das Modell kann
nur einmal mit dieser Form reproduziert werden.


Die Silikonform
Ziel: mehrmaliges Giessen eines Modells in Gips.
Hierfür wird , wie bei der "verlorenen Form" eine Negativform aus einem
oder mehreren Teilen gebaut. Der Unterschied zur "verlorenen" Form
besteht darin, daß direkt auf das Modell eine flexible Silikonschicht
aufgetragen wird. Alle Unterstechungen werden ausgeglichen, so daß es
möglich wird, die einzelnen Gipsstützformen am Stück abzuheben, ohne
sie zerschlagen zu müssen.

Der Bau einer Silikonform ist sehr aufwendig, aber dafür kann man das
Modell später serienmäßig gießen, bzw. ausformen.

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        Tonmodell mit Armierung Auftragen der Silikonschicht Gips-Negativ Stützform
             
       
             
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